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Urwaldkaffee

Die Kogi sind eines der noch bestehenden einheimischen Naturvölker im kolumbianischen Regenwald von Südamerika. Sie leben in Einklang mit der Natur, essen, was sie auf dem Land erwirtschaften oder was der Wald ihnen zu bieten hat und ihre Häuser und Kleidung bestehen zu 100% aus Naturmaterialien. Durch ihr Verständnis und kulturelles Erbe haben sie ihre Rolle als Wächter und Heiler der Mutter Erde erkannt und sind sich der Wichtigkeit ihrer Aufgabe besonders in der heutigen Zeit bewusst. Viele ihrer heiligen, rituellen Plätze haben sie jedoch seit der Entdeckung von Kolumbus und der Besetzung durch die Kolonialherren verloren und somit fehlt ihnen auch die Grundlage zur Erfüllung ihrer Aufgabe. Ihr Antrieb hinter dem Handel mit Kaffee ist nicht der Wunsch ihre Gesellschaft oder Lebensweise nach westlichem Vorbild zu verändern, sondern diese wichtigen Orte zurückzukaufen, um ihr Leben in der alten Kultur aufrecht erhalten zu können.

Obwohl die Kaffepflanze in Südamerika nicht einheimisch ist, wächst sie heutzutage oft wild in den Wäldern. Die Kogi ernten ihre Bohnen nur von solch frei lebenden Pflanzen und bewirtschaften sie, ohne in die Natur einzugreifen. Daher verzichten sie bewusst auf Düngemittel oder auf den Anbau ertragsreicheren Sorten. Die Kogi halten nichts von der Art, wie in unseren Breitengraden mit der Natur umgegangen wird. Ihrer Ansicht nach haben wir die Natur nicht verstanden, in der sie seit langer Zeit leben. Obwohl sie alle Kriterien des bio- oder fairtrade Lables mit Leichtigkeit erfüllen würden, legen sie auf unsere Zertifikate keinen Wert und verzichten auf sie.

Durch das Zusammentreffen des Kogi-Oberhauptes Màma José Gabriel Limaco mit Oliver Driver ist das Projekt “kalashe” entstanden. Für die Ernte 2015 / 2016 wurde den Kogi fast das Doppelte des aktuellen Kaffee Marktpreises bezahlt, was deutlich über den Konditionen der fairen Handels liegt. Zusätzlich sind die Kogi mit 20 % am Gewinn der deutschen Urwaldkaffee GmbH beteiligt.

Wir möchten diesen Beitrag gerne mit folgendem Hinweis von Oliver Driver beenden: “ Niemand soll den CAFÉ KOGI kaufen, um armen Indianern zu helfen. Die Kogi sind sehr reich, auch wenn sie auf viele materielle Dinge verzichten. Der Kaffee steht für sich – indem Sie ihn trinken und sich etwas Gutes gönnen, tun Sie ganz nebenbei etwas für die Kogi.”

Mehr Infos unter: www.urwaldkaffe.de